2011

liberty message

Susanne Koelbl

Koelbl

Susanne Koelbl ist als Auslands-Reporterin des „Spiegel“ seit dem Fall der Taliban mehr als 40 Mal in Afghanistan gewesen, um sich im Gespräch mit den Menschen auch fernab der Politik ein Bild zu machen und über Ereignisse und Hintergründe zu berichten. „Die Kontinuität ist wichtig, wenn man ein Land wie Afghanistan verstehen will,“ sagt sie. Im Februar 2002 reiste Koelbl das erste Mal nach Kabul. Anfangs blieb sie bis zu acht Wochen, heute sind es meist nur zwei. Es sei unsicherer geworden, begründet Koelbl.

Die unerschrockene Reporterin wurde 1965 geboren und absolvierte ein Volontariat bei der „Münchner Abendzeitung“, für die sie anschließend als Redakteurin arbeitete und ging dann als Autorin zur „Süddeutsche Zeitung“. Bereits 1991 wechselt Koelbl zum „Spiegel“.

Koelbls exzellente Kontakte und Zugänge reichen in alle Gesellschaftsschichten – von Präsident Hamid Karzai und seiner Regierung bis in die Kreise der Taliban und der regionalen Stammesführer sowie bis in die höchsten politischen Ebenen Pakistans.

Susanne Koelbls Texte – Interviews, Reportagen und Hintergründe - zeugen von einer tiefen Kenntnis von Land und Leuten und dem Willen, sich nicht mit oberflächlichen Betrachtungen zufrieden zu geben oder mit hohlen Antworten abspeisen zu lassen. Der Journalistin gelingt es so auf eine beeindruckend uneitle und zugleich spannende Weise, ihren Lesern die komplizierten politischen und gesellschaftlichen Zusammenhänge in Afghanistan und Pakistan zu erklären.

Ihre Afghanistan-Recherchen flossen auch in ihr 2007 erschienenes Buch „Geliebtes, gelobtes Land“ ein, das sie gemeinsam mit Olaf Ihlau verfasste.