2008

liberty message

Golineh Atai

Atai -Golineh

Golineh Atai gehört zu Deutschlands jüngsten Fernsehkorrespondenten – und hat sich doch schon einen Namen gemacht. Im Mai 2006 entsandte die ARD die 1974 geborene Deutsch-Iranerin nach Kairo. Kurz darauf berichtete sie bereits über den Krieg zwischen dem Libanon und Israel.

Die überzeugende Manier, in der das geschah, erregte die Aufmerksamkeit des TV-Publikums, sie überzeugte aber auch die Juroren einer der wichtigsten Auszeichnungen für Fernsehschaffende:
„Für die souveräne, fundierte und analytische Berichterstattung aus dem Nahen Osten, sowie
ihre bemerkenswert stilsichere und verständliche Form der Präsentation“ wurde Golineh Atai
im Januar 2007 in der Rubrik „Information und Kultur“ für den Adolf-Grimme-Preis nominiert –
die erste, aber bestimmt nicht die letzte Ehrung in einer journalistischen Karriere,
die noch am Anfang steht und schon verheißungsvoll begonnen hat.

Golineh Atai wurde in Teheran geboren. 1980 kam sie nach Deutschland. Die Einser-Studentin der Romanistik, Politischen- und Islamwissenschaft spricht sechs Sprachen. Freie Mitarbeit und Praktika unter anderem bei Radio France Internationale Paris, dem ZDF, Phoenix und dem Bundespresseamt Berlin mündeten vom April 2001 bis September 2002 in ein Volontariat beim SWR und der ARD.
Nach Stationen beim SWR Mainz, Beiträgen über den Irak-Krieg, Recherchereisen nach Indien,
einem Stipendium der Otto-Brenner-Stiftung und mehreren Vertretungen im ARD-Studio Kairo
ging Golineh Atai im Mai 2006 als ARD-Junior-Korrespondentin in die ägyptische Hauptstadt.

Golineh Atais Beiträge zeichnen sich durch ihre Erzählweise aus: präzise, nüchtern, unaufgeregt und gerade dadurch so wirkungsvoll. Die Fernsehjournalistin vertraut ihren Themen. Sie lässt Menschen und Bilder sprechen. Wo andere die Brisanz ihrer Beiträge aus dem Off herbeikommentieren setzt sie auf die Macht der Fakten – und damit auf ein so einfaches wie schwer umzusetzendes journalistisches Prinzip: Das Leben erzählt die besten Geschichten. Man muss es nur zu Wort kommen lassen.