2008

liberty message

Fiona Ehlers

Ehlers -Fiona

Fiona Ehlers hat 2007 geschafft, was nur wenigen Journalisten gelang: Nach der blutigen und brutalen Niederschlagung der Freiheitsbewegung in Birma hat sie vor Ort eine Reportage über die Situation in dem diktatorisch regierten Land recherchiert, sich selbst ein Bild der Lage gemacht und mit Oppositionellen geredet – trotz der restriktiven Zensur und der Behinderung der Arbeit von Medien durch die allgegenwärtige Junta und ihre Helfershelfer. Diese Reportage ist beispielhaft für die Arbeit einer Journalistin, die immer wieder über eine sich verändernde Welt und das Aufeinanderprallen unterschiedlicher Kulturen, Werte und Systeme schreibt.

1970 in Hamburg geboren, studierte Fiona Ehlers in Perugia, Bamberg, Hamburg und den USA. Von 1988 bis 1993 arbeitete sie als Praktikantin und freie Journalistin unter anderem für einige Tageszeitungen, das Magazin Tempo und den Springer Auslandsdienst in Rom. Zwischen 1993 und 1997 schrieb Ehlers regelmäßig für die Hamburger Morgenpost und die Programmzeitschrift TV Today. Zu ihren Stationen während der Ausbildung zur Redakteurin an der Henri-Nannen-Schule in Hamburg gehörten von 1997 bis 1999 die Berliner Zeitung, dpa, das ZDF-Studio in Rom und die Zeitschriften Allegra und Art. Im Oktober 1999 wurde Ehlers Redakteurin bei SpiegelReporter. Seit 2001 gehört sie dem Spiegel-Ressort Gesellschaft an.

Fiona Ehlers widmet sich Themen wie Migration, Psychologie, Kunst und Kultur. Sie hat sich in der Kriegs- und Krisenberichterstattung bewährt und pflegt Darstellungsformen wie die Sozial- und die Gerichtsreportage. Ihre Recherchen führten sie nach China, Indien, Libanon und Jemen. Die Journalistin hat an Spiegel-Reportagebüchern zum 11. September 2001, der Tsunami-Katastrophe, dem Krieg im Irak und dem Zweiten Weltkrieg mitgearbeitet. Fiona Ehlers erreichte 2006 den dritten Preis beim Journalistinnenpreis der Zeitschrift Emma. Im selben Jahr erhielt sie den Kinderrechte-Medienpreis der Kindernothilfe in der Sparte Print.