2007

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Antonia Rados

rados

Antonia Rados zählt zu den bekanntesten deutschsprachigen Krisenreportern. In einem Grenzbereich des Journalismus setzt sich Rados mit hohem persönlichem Risiko und unter oftmals extremen Bedingungen immer wieder aufs Neue für eine unabhängige und objektive Berichterstattung ein.

Rados wurde 1953 in Klagenfurt in Österreich geboren. Die promovierte Politologin studierte in Paris, Salzburg und Bologna. Ihre journalistische Laufbahn begann sie 1978 beim ORF. Dort war sie unter anderem außenpolitische Redakteurin, zuständig für die Berichterstattung über Europa und den Nahen Osten, Korrespondentin in Washington und Redakteurin des Auslandsreports. In den Neunzigern berichtete Rados zunächst für den WDR aus Deutschland, bevor sie als Sonderkorrespondentin Ausland zum Kölner Fernsehsender RTL wechselte. Der Sender machte sie im Mai 1995 zur Korrespondentin und Studioleiterin in Paris.
Als Krisenberichterstatterin war Rados im Laufe ihrer fast zwei Jahrzehnte währenden Karriere unter anderem in Chile, Südafrika, Somalia, Iran, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Afghanistan und im Libanon im Einsatz. Bekannt wurde Rados vor allem durch ihre Berichterstattung über den Irak-Krieg 2003. Trotz aller Gefahren blieb sie in der umkämpften Hauptstadt Bagdad. Vor der Kamera überzeugt sie durch ihre schnörkellose Art und prägnanten Formulierungen. Auch unter Druck wahrt sie die professionelle Qualität ihrer Arbeit. Bei ihren Recherchen hält die umsichtige und erfahrene Fernsehjournalistin die in Ihrem Metier lebensnotwendige Balance zwischen Mut und Umsicht.
Antonia Rados hat mehrere Bücher veröffentlicht. Zu den bekanntesten Titeln zählen ihr Kriegstagebuch „Live aus Bagdad“ und das Sachbuch „Gucci gegen Allah“, das die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen im Nahen Osten beschreibt.