2007

liberty message

Thomas Leif

leif

Thomas Leif zählt zu Deutschlands bekanntesten investigativ arbeitenden Journalisten. Er ist Spezialist für die Geschichten hinter den Geschichten. Als Vorsitzender des „Netzwerks Recherche“ und Gründer des Mainzer Mediendisputs prägt der überzeugte Streiter für Journalismus mit Anspruch die Diskussion um Informationsfreiheit, Medienethik und publizistische Standards in Deutschland.

Leif wurde 1959 in Daun in der Eifel geboren. Der promovierte Politikwissenschaftler begann seine journalistische Laufbahn 1982 beim Saarländischen Rundfunk. Leifs Beiträge wurden oder werden in der Tagesschau, den Tagesthemen, Brennpunkten, Magazinen und im Hörfunk ausgestrahlt. Seit 1990 gehört er zu den Autoren von „Report aus Mainz“. 1997 wurde er Chefreporter der Hauptabteilung Fernsehen des SWR. Ob Dokumentationen, Reportagen oder Porträts – Leif deckt Hintergründe und Zusammenhänge auf. Inhaltlich widmet sich Leif seit 2000 verstärkt dem bis dahin wenig beachteten Feld der Politikberatung. Die enge Verflechtung zwischen öffentlichen Amtsträgern und Consultern und deren enorme gesellschaftliche Folgen thematisiert Leif auch in dem von ihm mitentwickelten neuen ARD-Format „Presenter“, das komplexe Sachverhalte für ein breites Publikum aufbereitet.
Als Lobbyist für mehr Qualität im Journalismus initiierte er 1996 den jährlich stattfindenden Mainzer Mediendisput. Das bedeutende Branchenforum hinterfragt kritisch journalistische Trends und Entwicklungen. Leif ist Gründungsmitglied und Vorsitzender des 2001 gegründeten „Netzwerks Recherche“, das den aufdeckenden Journalismus fördert. Mit seinem 2006 vorgestellten Medienkodex löste der Verein eine anhaltende Diskussion über den Einfluss von Public Relations auf die Unabhängigkeit von Journaisten aus.
Leif hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, zuletzt den Bestseller „Beraten & verkauft. McKinsey & Co. Der große Bluff der Unternehmensberater“.