2007

liberty message

Henryk M. Broder

broder

Henryk M. Broder gehört zu den bekanntesten und streitbarsten deutschen Publizisten und Kolumnisten. Diesen Ruf erwarb er sich durch seine pointierten Betrachtungen des deutsch-israelischen Verhältnisses, der Linken sowie alter und neuer antisemitischer Tendenzen in Deutschland. Broder übernimmt die Rolle des unbequemen und frechen Mahners, der den Deutschen und dem Westen auf provozierende Art und Weise Lebenslügen und Tabus vor Augen hält. Mit den Mitteln der Satire und Polemik setzt er sich für Meinungs- und Denkfreiheit ein.

Broder wurde 1946 im polnischen Katowice geboren. 1958 zog er mit seinen Eltern nach Köln. Zu den Stationen seiner journalistischen Anfänge in den Sechziger- und Siebziger-Jahren gehören die St. Pauli Nachrichten, Pardon, Konkret und Gewerkschaftszeitungen wie Ran, Metall und Welt der Arbeit. Von 1981 bis 1990 lebte Broder in Jerusalem. Seine Beiträge erschienen in renommierten deutschsprachigen Blättern wie FAZ, Süddeutsche Zeitung, Weltwoche und Profil. Broder ist Mitbegründer des auf jüdische Themen spezialisierten Ölbaum-Verlags. Mit Elke Heidenreich moderierte er in den Achtzigern die SFB-Talkshow „Leute“. 1990 kam er nach Berlin. Seit 1995 ist er Reporter für Spiegel und Spiegel Online. Außerdem schreibt er regelmäßig für den Berliner Tagesspiegel.
Broder hat ein Dutzend Bücher veröffentlicht. Zu seinen bekanntesten Werken zählen „Der ewige Antisemit“, eine beißende Kritik am an der Judenfeindlichkeit im Nachkriegsdeutschland, „Die Irren von Zion“ und „Kein Krieg nirgends – Die Deutschen und der Terror“. Der 2006 erschienene Bestseller „Hurra, wir kapitulieren“ setzt sich mit der beschwichtigenden Haltung Europas angesichts des islamischen Fundamentalismus auseinander.
Zuletzt war Broder als „Senior Visiting Fellow“ Gast des „American Institute For Contemporary German Studies“ der renommierten Johns Hopkins Universität in Washington.